20 Oktober 2023

Wohnen im Alter: Tipps für mehr Sicherheit zu Hause

Die Damen sprechen

In der gewohnten Umgebung älter zu werden, trägt viel zum Wohlbefinden bei. Da sich unsere Fähigkeiten im Alter verändern, braucht Ihr bisheriger Wohnraum aber möglicherweise eine Auffrischung. So gestalten Sie Ihren Alterswohnsitz sicherer. 

Mit zunehmendem Alter verändern sich die körperlichen Fähigkeiten. Typische Einschränkungen sind geringere Mobilität und Unsicherheit beim Gehen. Auch die Sehkraft und die motorischen Fähigkeiten können nachlassen. Wer seine Wohnumgebung kritisch unter die Lupe nimmt und altersgerecht anpasst, kann die Sicherheit und Selbständigkeit beim Wohnen deutlich verbessern.

Achtung Stolperfallen

Besonders wichtig ist es, Stürze im Haushalt zu vermeiden. Die meisten Unfälle passieren nämlich zu Hause. Im Alter sind Stürze häufiger und haben oft weitreichende Folgen. Stolperfallen aus dem Weg zu räumen, ist deshalb unerlässlich. Eine altersgerechte Wohnung hat möglichst wenig Schwellen und Treppenstufen und genügend breite Durchgänge. Fussmatten und Läufer sollten rutschfest sein oder ganz weggelassen werden. 

Licht und Kontrast

Dass auch eine gute Beleuchtung zu mehr Sicherheit beiträgt, gerät leicht in Vergessenheit. Sorgen Sie dafür, dass alle Wohnräume, aber auch Eingangsbereich und Treppenhaus, optimal beleuchtet sind. Glänzende Böden und spiegelnde Oberflächen können irritieren. Besser sind matte, blendfreie Materialien. Ein Tipp: Eine möglichst kontrastreiche Inneneinrichtung erleichtert die Orientierung, speziell für Menschen mit einer Augenerkrankung.

Altersgerechte Möblierung

Auch im Bereich der Möblierung gibt es Möglichkeiten, das Wohnen im Alter angenehmer zu gestalten. Achten Sie zum Beispiel auf die optimale Höhe von Betten, Sofas und Sesseln, damit Sie leicht aufstehen können. Besonders hilfreich, um Unfälle zu vermeiden, sind gut platzierte Griffe. Stabile Handläufe an allen Treppen und rutschfeste Haltegriffe im Bad sind ein Muss. Wenn ein Küchenumbau ein Thema ist, können Sie die Abläufe optimieren: Beispielsweise mit einem Backofen, der in der richtigen Höhe platziert ist, oder Schubladenauszügen mit ergonomischen Griffen. 

Einfache Massnahmen für eine altersgerechte Wohnumgebung

Was braucht es, um die Wohnung oder das Haus altersgerecht zu gestalten? Grössere Massnahmen wie breitere Durchgänge oder ein schwellenfreies Bad sind aufwendig und können rasch ins Geld gehen. Aber nicht alles! Kleine Anpassungen für mehr Sicherheit und Wohnkomfort können Sie sofort vornehmen. Mit diesen einfachen Tipps wird auch Ihr Wohnsitz altersgerechter:
 
1. Schaffen Sie Platz: Enge Durchgänge und freiliegende Kabel zwischen den Möbeln behindern die Mobilität. Aufräumen und sparsamer möblieren hilft. Versorgen Sie häufig gebrauchte Sachen leicht zugänglich. 

2. Nehmen Sie die Raumanordnung unter die Lupe: Wo halten Sie sich die meiste Zeit auf? Lassen sich die Wege in die Küche und ins Bad verkürzen? Sind Schlafzimmer und Wohnzimmer ideal gelegen oder könnten die Räume anders genutzt werden?

3. Besorgen Sie nützliche Hilfsmittel: Rutschhemmende Kleber für die Badewanne, Sichtstreifen für Treppenstufen oder ein Nachtlicht für das Schlafzimmer kosten nicht viel und bringen einen Mehrwert. 

Umziehen oder umbauen?

Vielleicht kommen Sie zum Schluss, dass bauliche Anpassungen an Ihrem bisherigen Wohnsitz möglich aber zu umfangreich und teuer werden. Oder Sie wohnen in einer Mietwohnung, an der Sie nicht beliebig viel anpassen können. In diesem Fall ist der Umzug in eine altersgerechte - und allenfalls kleinere - Wohnung oft die bessere Wahl.
Bei einem Umzug in einen Neubau sind gewisse Standards für hindernisfreies Wohnen oftmals bereits erfüllt. Prüfen Sie vor einem Umzug, ob die Wohnung und die Umgebung Ihren Anforderungen im Alter genügen. Wenn Sie Ihren Alterswohnsitz selbst bauen oder eine Renovation planen, sollten Sie eine Fachperson für hindernisfreies Bauen beiziehen. Und last: es gibt bereits altersgerechte Überbauungen, die verschiedene Services mitanbieten. 

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